KSW Containerterminal Kreuztal

19. Dezember 2013

Baurecht für das KSW-Containerterminal liegt nun vor

 

Trotz der großen Zahl an Einwänden während des Planfeststellungs-verfahrens ist beim Oberverwaltungsgericht keine Klage gegen das neue Containerterminal der Kreisbahn Siegen-Wittgenstein (KSW) in Kreuztal eingereicht worden. Die einmonatige Frist nach Offenlegung der Pläne, in der dies möglich war, ist Donnerstag abgelaufen: „Damit haben wir Baurecht“, stellte KSW-Geschäftsführer Martin Lauffer fest. Dem Umbau eines Teiles des Güterbahnhofs an der Hüttenstraße steht nun rechtlich nichts mehr im Wege.

 

Mit der Gewissheit, dass es kein juristisches Nachspiel geben wird, kann die Kreisbahn nun die notwendigen Förderanträge beim Eisenbahn-bundesamt stellen. Von den 10,5 Millionen Euro Gesamtkosten erhofft sich die KSW bei drei Millionen Eigenanteil einen Förderbetrag von 7,5 Millionen Euro. „Ehrgeiziges Ziel“ der Fertigstellung, so Lauffer, sei Oktober oder November 2014.

 

 

Verladung per Gabelstapler auf dem Containerterminal der KSW in Kreuztal 2013, im Hintergrund der alte Überladekran der DB (Aufnahme: Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH)
Verladung per Gabelstapler auf dem Containerterminal der KSW in Kreuztal 2013, im Hintergrund der alte Überladekran der DB (Aufnahme: Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH)

Presseerklärung der Kreisbahn Siegen-Wittgenstein vom 17. August 2010:        

KSW plant Ausbau des Container-Terminals Kreuztal

 

Mit Fördermitteln des Bundes soll eine leistungsfähige Umschlaganlage für den Kombinierten Verkehr Straße-Schiene realisiert werden.

 

Für rund 8 Mio. Euro will die Kreisbahn Siegen-Wittgenstein ein neues Container-Terminal in Kreuztal errichten. Das Projekt erfordert einen kompletten Um- und Ausbau des bestehenden Terminals, u.a. mit Verlegung der Ladegleise und dem Zukauf von rund 9.500 qm Fläche von der Firma Franke/Blefa. Gleichzeitig muss die Hüttenstraße verlegt und um das neue Terminal geführt werden. Der bisherige Portalkran wird durch mobile Hubgeräte, so genannte „Reachstaker“, ersetzt.

 

Für Landrat Paul Breuer, Vorsitzender des KSW-Aufsichtsrates, bedeutet der Ausbau des Container-Terminals Kreuztal eine deutliche Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur der Region für die verladende Wirtschaft. „Gleichzeitig leistet die KSW damit auch einen aus verkehrs- wie umweltpolitischen Aspekten wichtigen Beitrag zur weiteren Verlagerung der Gütertransporte von der Straße auf die Schiene“, so Breuer.

 

In den letzten Jahren wurde das Container-Terminal Kreuztal der KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein fast ausschließlich als Verladestelle für Kyrill-Holz und den sporadischen Umschlag von Walzen oder auch von Wechselbrücken genutzt. „Eine umfangreiche Potenzialanalyse aus persönlichen Gesprächen mit rund 40 Unternehmen und Speditionen hat nun ergeben, dass im Großraum Südwestfalen und dem Drei-Länder-Eck ein erheblicher Bedarf an einer nahe gelegenen, leistungsfähigen und damit wirtschaftlichen Umschlaganlage für Container oder Wechselbrücken im kombinierten Straße-Schiene-Verkehr besteht“, erläutert Kreisbahn-Geschäftsführer Martin Lauffer. Nur so könne Verladern ohne Gleisanschluss insbesondere für längere Transportwege eine auch unter Kostengesichtspunkten attraktive Alternative zum reinen Straßengütertransport geboten werden.

 

Das Ergebnis dieser Potenzialanalyse spricht für sich, so Lauffer: „84 % der befragten Unternehmen haben ein klares Interesse an der Nutzung des Terminals bekundet und entsprechende Mengen für den Umschlag in Aussicht gestellt.“ Als wesentliche Destination für ausgehende wie eingehende Verkehre sind dabei mit über 70 % die so genannten „Westhäfen“ – Antwerpen, Rotterdam und Zeebrugge – genannt worden. Aber auch fast alle weiteren Zielorte wären über die auf der Strecke liegende Güterverkehrs-Drehscheibe Duisburg erreichbar. „Selbst bei vorsichtiger Hochrechnung des allein von den befragten Unternehmen genannten Transportaufkommens könnte durchschnittlich pro Werktag ein mit Containern oder Wechselbrücken beladener Ganzzug aus Kreuztal in Richtung Duisburg und/oder weiter in die Westhäfen starten“, prognostiziert Martin Lauffer. Bei eingehenden Transporten sei aufgrund der Exportorientierung der heimischen Wirtschaft mit etwa einem Drittel der Ausgangsmengen zu rechnen. Die sehr konservative Hochrechnung der Potenziale aus den Befragungen berücksichtige zudem noch nicht zu erwartende Mengen von im Rahmen der Umfrage nicht erfassten Unternehmen, so der KSW-Geschäftsführer.

 

Mit den derzeitigen Gegebenheiten im KSW-Terminal Kreuztal können die möglichen Umschlagsmengen nicht annähernd realisiert werden. Der Zukauf von rund 9.500 qm Fläche von der Firma Franke/Blefa ergibt sich aus der Notwendigkeit, Flächen zur Zwischenlagerung von beladenen Containern oder Wechselbrücken vorzuhalten und Zu- und Abfahrtswege inkl. Parkflächen für eine reibungslose Abwicklung des LKW-Verkehrs zu schaffen. Breuer bedankte sich bei dem Unternehmen für die Bereitschaft, die Flächen zu verkaufen: „Dies ist keine Selbstverständlichkeit, da die zusätzlichen LKW-Verkehre auf der zu verlegenden Hüttenstraße nun direkt am Verwaltungsgebäude des Unternehmens vorbeigeführt werden.“ Zugleich dankte der Landrat auch der Stadt Kreuztal für die Unterstützung des wichtigen Infrastrukturprojektes.

 

Das ehrgeizige Bauvorhaben der KSW mit einem voraussichtlichen Kostenvolumen von rund 8 Mio. Euro soll zum Großteil mit Bundesmitteln aus dem Förderprogramm für Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs mit einer maximalen Förderquote von 85 % realisiert werden. Eine positive Vorprüfung sowie die uneingeschränkte Befürwortung des NRW-Ministeriums für Bauen und Verkehr liegen bereits vor. Die endgültigen Anträge werden in Kürze beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht.

Auszüge aus einem Artikel der Siegener Zeitung

Einwände gegen den Ausbau des Containerterminals

 

„Wenn hier am Tag 100 Lkw an unseren Wohnungen vorbeifahren, brauchen wir uns nicht mehr unterhalten.“ Mit dieser besorgt klingenden Aussage sprach gestern eine Anliegerin der Kreuztaler Hüttenstraße etlichen Nachbarn aus der Seele. (…)

 

Schon heute, so sagte eine Anwohnerin, sei das Lasteraufkommen an ihrer Straße grenzwertig. 100 Lkw am Tag – das sei schlicht „ein Ding der Unmöglichkeit“ – auch mit Blick auf den Begegnungsverkehr. (…)

 

Wenn 100 Lkw am Tag am Terminal ankämen, führen doch auch 100 wieder ab, rechnete gestern Dieter Gebauer von den Grünen vor. Er sei prinzipiell für den Umschlagplatz; das Konzept aber müsse realistisch sein: „Es wird Ärger mit den Anwohnern der Hüttenstraße und auch der Siegener Straße geben.“ Ob der Terminal keine eigene HTS-Abfahrt erhalten könne, wollte er wissen. (…)

 

Franz-Josef Kordes (CDU) sah in der Zu- und Abfahrt die Schwachpunkte der Planung. Und, merkte er an: Die mobilen Hubgeräte, mit denen die Container rangiert werden, gäben beim Rückwärtsfahren aus Sicherheitsgründen einen „nervigen“ Piepton von sich. „Den hört am Dörnberg auch noch der letzte Spaziergänger“, fügte Harald Görnig (CDU) hinzu. (…)

Frankfurt am Main/Siegen, 8. März 2017

 

Die Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbH & Co. KG wird gemeinsam mit der Kreisbahn Siegen-Wittgenstein (KSW) das Container-Terminal in Kreuztal betreiben. Beide Gesell-schafter halten jeweils 50 Prozent der Anteile an der Südwestfalen Container-Terminal GmbH. Der entsprechende Gesellschaftervertrag wurde gestern im Kreishaus in Siegen notariell beurkundet. Zugleich wurden Christian Betchen, Geschäftsführer der KSW, und Heiko Heupel, Leiter Controlling bei Kombiverkehr, zu Geschäftsführern des neuen Unternehmens bestellt.

 

Kombiverkehr besitzt ein jahrzehntelanges Know-how im Betrieb von Terminals in Deutschland und Europa sowie ein etabliertes, weitreich-endes Streckennetz für intermodale Verkehre. Auch für Kombiverkehr ist die Beteiligung am Südwestfalen Container-Terminal  ein Investment, das sehr gut die bestehenden Geschäftsaktivitäten ergänzt. „Aufgrund der günstigen Schienenanbindung sind wir davon überzeugt, dass der Standort Kreuztal zukünftig an Bedeutung gewinnen wird. Es ist der einzige Standort am südlichen Ende des Rhein-Ruhr-Gebietes, der ohne Nutzung der Rheinstrecke mit dem Ladeeinheiten-Profil P400 ange-fahren werden kann“, erläutert Armin Riedl, Geschäftsführer von Kombi-verkehr: „Das ermöglicht den Transport sogenannter High-Cube-Con-tainer und von Megatrailern mit einer lichten Innenhöhe von bis zu drei Metern, die zunehmend im Speditionsgewerbe zum Einsatz kommen.“ Von Kreuztal aus werde zudem der Großraum Frankfurt/Main in Rich-tung Süden deutlich schneller umfahren als auf der klassischen Route. „Nach Inbetriebnahme des Spessarttunnels wird die Strecke über Siegen die schnellste Verbindung mit P400 in Richtung Süden sein“, so Riedl. „Vor diesem Hintergrund sieht Kombiverkehr durch die frühzeitige Be-teiligung einen strategischen Vorteil für zukünftige Entwicklungen in der Region.“ Riedl ist zudem davon überzeugt, dass signifikante Verkehrs-volumen in der Region von der Straße auf die Schiene verlagert werden können. Potenzial- und Standortanalysen hätten dies gezeigt.

 

Das Container-Terminal hat eine Fläche von rund 18.500 Quadratmetern und umfasst zwei Umschlaggleise mit je 225 m Nutzlänge sowie ein Ab-stellgleis mit einer Länge von rund 200 Metern. Die Anlage ist so ausge-legt, dass bis zu 45.000 Ladeeinheiten pro Jahr umgeschlagen werden können. Im 2. Halbjahr 2017 soll das Terminal betriebsbereit fertigge-stellt sein. Die ersten Zugverkehre werden zum nächsten Jahreswechsel  erwartet. Bis dahin sollen die erforderlichen Organisationsstrukturen aufgebaut werden.

HINWEISE

 Fotos gesucht

Für diese Website werden noch historische Fotos und andere Materialien von der Eisenbahn im Siegerland und der Strassenbahn in Siegen gesucht !

Kontakt erbeten unter der Emailadresse: drrvogel@aol.com

   Modellbahn

Trix Express und RÖWA Loks, Wagen, Gleise und Zubehör aus privater Sammlung zu verkaufen. 

Anfragen unter:

drrvogel@aol.com

Modellbahnen am Mierendorffplatz

Mierendorffplatz 16

D-10 589 Berlin-Charlottenburg

Telefon: 030 / 344 93 67

Fax:       030 / 345 65 09

www.modellbahnen-berlin.de